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Marie Foged Klemensen


Marie arbeitet seit Februar 2014 bei Lauritz.com Vejle. 
Sie hat einen Hintergrund als Archäologin und war seit 1990 bei vielen verschiedenen Museen beschäftigt. Ihre Spezialgebiete sind archäologische Objekte, Schmuck, Bernstein, Glas und Porzellan. 

Marie erzählt: Ketten aus geschliffenem Bernstein haben in den letzten Jahren gute Preise erzielt, und ich liebe es, wenn ein Kunde mit einer schönen Kette kommt, die seit 100 Jahren im Familienbesitz ist. Diese alten Ketten haben einen ganz besonderen warmen Glanz, auch wenn sie durch Gebrauch und Alter matt geworden sind. Häufig kommen sie aus einem Heim, in dem sonst keine Juwelen und Goldschmuck vorhanden sind, aber eine gute Bernsteinkette kann heute mit Glück einen Preis erzielen, der 14, ja bis zu 18 kt. Gold entspricht. Der Ausdruck 'Das Gold des Nordens' passt zurzeit also besonders gut.

Ein lokaler Sammler von archäologischen Objekten wollte seine Sammlung verkleinern und entschied sich, diese Objekte bei Lauritz.com in die Auktion zu geben. Es war eine besondere Sammlung, da viele Objekte in den 1950er Jahren von einem Amateurarchäologen ausgegraben worden waren, einer Zeit, in der es nicht so viele Museen gab wie heute. Daher durfte er die Objekte behalten, solange er dem Nationalmuseum von seinen Funden berichtete. Es waren Unika, die sowohl schön waren als auch eine genaue Provenienz und damit Geschichte hatten, in der man auf Entdeckungsreise gehen konnte. Das mochten auch die Käufer – es gab richtig gute Zuschläge. Wenn Sie archäologische Objekte haben und diese eventuell in der Auktion verkaufen möchten, dann denken Sie daran, dass dafür die Geschichte und Fundangaben der Gegenstände nötig sind, da sie sonst aus ihrem Kontext gerissen sind. Und gehen Sie eventuell zuerst zu Ihrem lokalen Museum und fragen Sie, ob es sich um einen kulturhistorischen Fund handelt, der dem Staat gehört.  Wenn ja, bekommt man eventuell einen Finderlohn, wenn nicht, dann kann das Museum ein weiteres Puzzleteil im Bild der Menschen und ihres Lebens in der Vorzeit ergänzen. 

Manchmal ist es richtige Detektivarbeit, in einem Auktionshaus zu arbeiten. Wir müssen die Vorteile der Ware erkennen, die zu einem guten Verkauf führen, aber auch ausfindig machen, ob es sich um Fälschungen, Hehlerwaren oder Dinge mit gesetzlichen Einschränkungen handelt. Das können z.B. geschützte Tierarten oder die oben erwähnten kulturhistorischen archäologischen Funde sein. Hier ist es kann es wichtig sein, Experten dieser Spezialgebiete zu Rate zu ziehen. Wie damals, als ein Kunde zwei Steinäxte einlieferte. Er wusste wenig über deren Herkunft. Die eine war aus einem sehr speziellen und mir unbekannten Gestein und ähnelte einer Art von Äxten, die in der Steinzeit nach Dänemark importiert wurden und sehr selten sind. Über mein Netzwerk bekam ich Kontakt zu einem französischen Forscher, der feststellte, dass es sich um eine Variante eines besonderen Gesteins handelte, dass aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Axt in der Steinzeit nach Dänemark importiert wurde, gleich Null war. Der Verkäufer hatte angegeben, dass er die Axt von jemandem bekommen hatte, der mit solchen Objekten handelte. Die Axt muss also auf nicht mehr nachvollziehbaren Wegen in neuerer Zeit nach Dänemark gekommen sein. Falls die Axt von der seltenen Art und mit Fundort in Dänemark gewesen wäre, dann wäre sie ein staatliches Kulturgut und damit verboten für den Verkauf gewesen. Aufgrund der Begutachtung des Experten konnten wir die Axt in der Auktion verkaufen.
 
In einem anderen Fall wurde eine schöne Jugendstil-Gürtelschnalle eingeliefert. Sie war mit 'CF Skagen' gestempelt, so dass es eigentlich einfach hätte sein müssen. Das war es aber nicht, da der Stempel nicht in dem offiziellen Namenstempelverzeichnis der Edelmetallkontrolle vorhanden war.
Meine Suche auf Google blieb ohne Erfolg – keine Silberschmiede in Skagen. Dann kontaktierte ich 'Lokalhistorisk Forening' in Skagen und fragte, ob sie helfen könnten, und Bingo! Ein Silberschmied namens Christian Fjerdingstad hatte eine Silberschmiede in Skagen, und eine spannende Geschichte offenbarte sich um den jungen Mann, der nach einer kurzen aktiven Periode in Skagen (1912-1914) zur Fremdenlegion ging und im Ersten Weltkrieg auf französischer Seite kämpfte. Danach ließ er sich permanent in Frankreich nieder und hatte großen Erfolg, und von 1924-1948 war er künstlerischer Leiter von Frankreichs größter Silberwarenfabrik Christofle! Das war natürlich ein Riesenunterschied, die Schnalle mit diesem Hintergrund zu verkaufen, anstatt einer Schnalle eines anonymen Silberschmieds – und es war wirklich spannend das herauszufinden.

Kontaktieren Sie Marie Foged Klemensen:
Tlf +45 7021 2230 | Mail marie.vejle@lauritz.com