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Verner Panton

Panton, Verner (1926-98) — Designer, Architekt und Grafiker. Ausbildung – Königlich Dänische Kunstakademie, Architekturschule 1947-51. Panton wurde in den 60er Jahren einer der am stärksten tonangebenden europäischen Designer. Experimentierte mit neuen Materialien, formgegossenem Plastik und intensiven Farben. Dachte oft in Totalinstallationen und ganzheitlich, statt nur an ein einziges Möbelstück. Grundgedanke war, dass ein Möbel mit dem Körper und den Sinnen erlebt werden soll. Pantons Raumskulpturen gelten noch heute als besonders eindrucksvolle Beispiele für das psychodelische Design dieser Zeit.



Verner Panton liebte es zu provozieren. Aus seiner Sicht waren die Menschen zu vorsichtig und traditionell in ihrer Einrichtung und dem Umgang mit Farben in den Wohnungen. 'Die Menschen werden sauer auf einen, wenn man Farben mag. Und auch auf Menschen mit Fantasie. Die meisten möchten am liebsten das, was sie gewohnt sind. Aber ich muss übertreiben, um meine Botschaft zu vermitteln’, äußerte sich Verner Panton über sein eigenes Design. Genau die Übertreibung und der Umgang mit Farben sorgten dafür, dass man vor allem in Dänemark Panton nicht als seriös, sondern als eine Eintagsfliege ansah. Immer noch verschlägt es vielen die Sprache, wenn sie Pantons farbenfrohe Möbel und ungewöhnlichen Lampen sehen, und genau das würde Panton glücklich machen. Das dänische ‚Jantelov’, demzufolge man nicht glauben soll, dass man etwas Besseres ist als die anderen, meinte es nicht gut mit Verner Panton und die Dänen waren noch nicht reif, ihre traditionellen Möbel durch organische Formen und Orangetöne zu ersetzen. International hatte Verner Panton jedoch großen Erfolg und vielen ahnten nicht, dass Verner Panton Däne war.



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Verner Panton

Panton wurde 1926 auf Fünen geboren. Hier wuchs er zusammen mit seinen zwei Brüdern und drei Halbbrüdern auf einem Hof auf. Seine Eltern ließen sich Mitte der 30er Jahren scheiden. Sein Vater arbeitete in der Landwirtschaft und später als Gasthausverwalter und Wirthausbetreiber. Nichts in Pantons Aufwachsen deutete darauf hin, dass er kreativ würde, aber Panton wusste schon als Kind, dass dies sein Weg würde. Als Junge träumte er davon, Kunstmaler zu werden und malte viele Aquarelle von der beindruckenden Landschaft Fünens. Auf Rat seiner Eltern entschied sich Panton später dafür, seinem Interesse für Architektur zu folgen, da sie meinten, dass dies der bessere Weg zu einem stabileren Einkommen sei. Als er seine Ausbildung zum Architekten beginnen wollte, musste er zunächst als Voraussetzung eine handwerkliche Ausbildung absolvieren – daher wurde er Maurer. Nach der Maurerlehre besuchte Panton drei Jahre lang die Technische Schule in Odense (1944 bis 1947). Währen der Studienzeit wohnte Panton in Odense und bekam hier durch seinen Freundeskreis Kontakt zur Widerstandsbewegung. Der Zweite Weltkrieg war zu dem Zeitpunkt Teil des Alltags, und Panton entschied sich, aktiv an der Widerstandsbewegung teilzunehmen. Die Deutschen wurden jedoch darauf aufmerksam und durchsuchten sein Studienzimmer, in dem sie eine Reihe Waffen fanden, aber glücklicherweise war Panton nicht zuhause. Diese Episode bedeutete jedoch, dass sich Panton verstecken musste, was ihm glückte. Nach dem Krieg zog er nach Kopenhagen, wo er seine Studien an der Architekturschule der Kunstakademie fortsetzte und sein Examen zum Architekten bestand.





Verner und Tove
Ende der 40er Jahre traf Verner Panton die Lehramtsstudentin Tove Kemp. Tove Kemp war Poul Henningsens (PH) Stieftochter und wohnte im Haus von PHs Familie in Usserød. Verner und Tove verliebten sich, und als Tove nach sechs Monaten schwanger wurde, zog Verner Panton im Haus in Usserød ein. Dies war der Beginn der Freundschaft zwischen PH und Verner. Tove und Verner ließen sich nach einem Jahr scheiden, und Verner zog danach aus dem Haus aus. Anschließend war der Kontakt zwischen PH und Verner Panton sehr begrenzt.
Wenige Jahre nach der Scheidung starb Tove und Verners gemeinsamer Sohn. Die Tragödie führte dazu, dass der Kontakt zwischen den Familien wieder auflebte, vor allem das Verhältnis zwischen Verner Panton und PH wurde sehr intensiv. Verner Pantons Interesse an Licht und Leuchten verdankte sich vor allem dem Einfluss PHs.
Durch PH traf Verner Panton seinen anderen großen Mentor Arne Jacobsen. Er wurde als Assistent in Arne Jacobsens Zeichenbüro angestellt und es wurde die ihm zufolge lehrreichste Zeit der Ausbildung. Im Laufe der Anstellung arbeitete Arne Jacobsen beispielsweise am Entwurf des berühmten Stuhls ’Ameise’ (Modell 3101 – ’Die Ameise’). Obwohl Panton in keiner Weise die Ehre für den Entwurf für sich beanspruchte, so war er doch einer derjenigen, die am Entwurf arbeiteten. Er blieb zwei Jahre im Zeichenbüro und machte sich anschließend selbstständig.

Selbständigkeit
Panton richtete zusammen mit seinem Studienkameraden Hans Ove Barfoed einen VW-Bus als Zeichenbüro ein. Der Bus wurde als Zeichenbüro und Schlafplatz für die beiden Architekten eingerichtet. Das mobile Zeichenbüro bedeutete, dass sie durch Europa reisen konnten, um Inspirationen zu sammeln, und neue Kontakte zu möglichen Produzenten zu knüpfen. Die Tour und der Bus wurden u.a. durch eine Erfindung von Panton mitfinanziert. Panton erfand kurz vor der Tour ein Hemd ohne Knöpfe. Diese Idee verkaufte Panton an eine Hemdenfabrik, und erhielt dadurch Geld für sein neues mobiles Büro.

Ende der 50er Jahre wurde der Studienkamerad aus dem Zeichenbüro ausbezahlt, während Verner sein mobiles Leben fortsetzte. Wenn er sich in Dänemark aufhielt, parkte er in der Nähe von Freunden, und genoss auf diese Weise das freie Leben. Seine Karriere nahm auch Formen an, und es folgten mehrere Erfolge in den folgenden Jahren. Er entwarf mehrere Gesamteinrichtungen, u.a. für das Gasthaus seines Vaters auf Fünen. In diesem Zusammenhang entstand u.a. auch der Cone Chair’. Der Umbau des Vaters und die Einrichtung des Sohnes erhielten sehr großen Zulauf, und führten zu weiteren Aufträgen. Obwohl Panton Erfolg hatte, jung war und sein Design von sowohl Louis Poulsen als auch Fritz Hansen produziert wurde, wandten ihm immer konservative Produzenten und Kollegen den Rücken zu. Obwohl ihn das sicherlich ärgerte, hielt es ihn nicht auf. Er entschied sich trotzdem, 1961 dauerhaft ins Ausland zu ziehen, und sich in Basel niederzulassen. Hier kam er mit dem Möbelfabrikanten Willy Fehlbaum in Kontakt, der in Lizenz Herman Miller-Produkte produzierte. Sie begannen eine Zusammenarbeit, und Verner Panton hatte im darauffolgenden Jahr ein Zeichenbüro mit sechs Angestellten.

Wieder verliebt
Während eines Urlaubs auf Teneriffa traf er Marianne Pherson Oertenheim. Verner Panton verliebte sich in Marianne, und da die Liebe erwidert wurde, heirateten sie und bekamen eine Tochter namens Carin. Sie wurden ein außergewöhnliches und sehr respektiertes Paar, reisten durch die USA und Europa, hatten ihre Basis aber in Basel. Hier knüpften sie Kontakte und Verbindungen zu Fabrikanten. Marianne managte Verners Leben und seine Verträge, und das gefiel ihm bestens.

In den folgenden Jahren folgten viele Erfolge. Pantons berühmter, epochemachender S-Stuhl, aus Plastik und ohne Verbindungen hergestellt, ebenso wie Leuchten aus Muschelschalen, und dies sind nur einige dieser Erfolge.

In den 70er Jahren erntete Verner Panton etwas des ökonomischen Erfolgs, den er erreicht hatte, und kaufte ein Haus in der Schweiz sowie ein Sommerhaus in Hornbæk. Er zog jedoch in den 80er Jahren zurück nach Basel, und ließ sich dort in einer Penthousewohnung nieder. In den 90ern yog er vom Sommerhaus in Hornbæk in eine Wohnung in Det Gule Pakhus in Kopenhagen. Verner Panton wohnte abwechselnd in Basel und in Det Gule Pakhus. Er fühlte sich dort sehr wohl, und freute sich darauf, eines Tages dauerhaft dort zu wohnen, und seine letzten Tage in Dänemark zu verbringen. Leider verstarb Verner Panton 1998, und konnte sein Otium nie geniessen. Verner Panton starb mitten in der Aufbauphase seiner ersten großen Ausstellung in Dänemark mit eigenen Designs. Die Ausstellung wurde wenige Tage nach seinem Tod eröffnet und wurde ein Riesenerfolg. Verner Panton bekam die Anerkennung seines Heimatlandes, die er verdiente.

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