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Washingtoner Artenschutzübereinkommen und UNESCO-Welterbekonvention

 

Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten – Washingtoner Artenschutzübereinkommen

Lauritz.com und das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES)
Lauritz.com befolgt alle geltenden Bestimmungen für den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Die zuständigen nationalen Behörden legen die Rahmen dafür fest, welche ausgestopften Tiere, Trophäen und Felle auf Auktionen in dem jeweiligen Land verkauft werden dürfen. Lauritz.com richtet sich bei sämtlichen Auktionsverkäufen an  die Richtlinien der nationalen Behörden, die für die Umsetzung des internationalen CITES-Übereinkommens in dem Land des jeweiligen Lauritz.com Auktionshaus zuständig sind. Somit handeln wir stets gemäß den Bestimmungen und Entscheidungen der Behörden, mit denen sichergestellt wird, dass internationale Vorschriften gemäß der CITES-Grundlage bei jedem einzelnen Objekt eingehalten werden. Wir haben gezielte Vorgehensweisen festgelegt, um zu sichern, dass die Vorgaben des Washingtoner Artenschutzübereinkommens jederzeit erfüllt werden. Alle Experten haben direkten Zugang zu den Akten des Übereinkommens und werden zudem laufend fortgebildet; darüber hinaus lassen wir uns von entsprechenden Fachleuten und Behörden beraten. Ferner führen wir die sogenannte 'Watch-out-Liste', eine interne, täglich aktualisierte Liste mit Informationen, auf die unsere Experten im Zusammenhang mit Wareneinlieferungen besonders zu achten haben.

Allgemeines zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen
Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen ist ein internationales Abkommen, das am 1. Juli 1975 in Kraft trat. Das Washingtoner Übereinkommen wurde nach der Stadt benannt, in der es 1973 von einer Reihe von Ländern verabschiedet wurde. International ist das Übereinkommen vornehmlich unter dem Namen CITES als Abkürzung der englischen Bezeichnung Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora bekannt. In Deutschland gilt das Übereinkommen seit dem 20. Juni 1976, in Dänemark seit dem 24. Oktober 1977, in Schweden seit dem 1. Juli 1975, in Norwegen seit dem 25. Oktober 1976 und in Belgien seit dem 1. Januar 1984. Insgesamt sind 181 Länder weltweit dem Übereinkommen beigetreten.

Das Übereinkommen regelt den (grenzübergreifenden) Handel mit wilden Tieren und Pflanzen. Dies geschieht durch die Überwachung und Regelung des internationalen Handels. Ziel ist es, ausschließlich nachhaltigen Handel zu erlauben – d. h. dass nur in dem Maße in die Bestände wilder Tiere und Pflanzen eingegriffen wird, in dem es dem Bestand nicht schadet. In der Praxis bedeutet dies, dass der Handel mit gewissen – sowohl lebendigen als auch toten – Tieren und Pflanzen sowie mit aus ihren Fellen, Federn, Zähnen etc. hergestellten Produkten besonderer Genehmigungen bedarf bzw. in gewissen Fällen gänzlich verboten ist. CITES umfasst etwa 5.000 Tierarten und ca. 28.000 Pflanzenarten. Die Arten sind, abhängig vom Gefährdungsgrad, in den Anhängen I, II oder III gelistet. Gut 1.000 Arten sind so stark bedroht, dass der Handel hiermit absolut verboten ist (Anhang I). Für die sonstigen Arten (Anhang II und III) sind besondere Genehmigungen für die Ein- und Ausfuhr erforderlich. Die Genehmigung erfolgt in Form eines sogenannten CITES-Zertifikats, das bei den lokalen Behörden beantragt wird.

CITES-Behörde in Deutschland – Bundesamt für Naturschutz www.bfn.de 
CITES-Behörde in Dänemark – Dänisches Umweltamt www.mst.dk 
CITES-Behörde in Schweden – Jordbruksverket www.jordbruksverket.se
CITES-Behörde in Norwegen – Miljødirektoratet www.miljodirektoratet.no
CITES-Behörde in Belgien – CITES Unit under FSP Health www.health.belgium.be

Besonderheit bei Elfenbein
Objekte mit Elfenbein, die vor 1947 angefertigt wurden, können frei in der Auktion verkauft werden. Wenn die Objekte mit Elfenbein jedoch nach 1947 gefertigt wurden, wird eine CITES-Zulassung benötigt, bevor mit ihnen gehandelt werden darf.

Bei Lauritz.com verkaufen wir aus Prinzip keine ganzen Elfenbeinstoßzähne, selbst wenn sie mit dem CITES-Zertifikat gekennzeichnet sind. Hier halten wir uns an die Experten auf diesem Gebiet, die der Meinung sind, dass der Verkauf von ganzen Stoßzähnen – auch mit CITES-Zertifikat – indirekt dazu beiträgt, den illegalen Markt in Gang zu halten. Es geht um eine bedrohte Tierart, bei der man versucht, die Jagd durch Kontrollen und Zertifikate einzuschränken. Leider geht die verbotene Jagd trotzdem weiter, darum möchten wir diese Objekte nicht zum Verkauf anbieten.

Verkauf von Gegenständen mit Bedeutung für das Welterbe – UNESCO-Welterbekonvention

Allgemeines zur UNESCO-Welterbekonvention
Die sogenannte World Heritage Convention ist ein 1972 in UNESCO-Regie verabschiedetes internationales Abkommen zum Schutz des Kultur- und/oder Naturerbes von besonderer universeller Bedeutung, des sogenannten 'Welterbes'. Bei unter die Konvention fallenden Gegenständen kann es sich z. B. um Funde aus archäologischen Ausgrabungen, Teile künstlerischer oder historischer Monumente, Münzen, Inschriften oder gravierte Siegel oder aber seltene Manuskripte, Bücher oder Gegenstände von ethnologischem Interesse handeln.

Lauritz.com und die UNESCO-Welterbekonvention
Bei Lauritz.com sind wir uns bewusst, dass wir als Skandinaviens größtes Auktionshaus eine Verantwortung tragen, in Bezug auf die Bewahrung unseres Kulturerbes als Vorreiter und Vorbild voranzugehen. Abgesehen von den Vorschriften der Konvention lehnen wir hin und wieder Kulturgegenstände ab, die wir aus ethischen oder moralischen Gründen nicht in unseren Auktionen versteigern möchten. Der Import (und Weiterverkauf) von illegal aus anderen Ländern exportierten Kunstgegenständen ist rechtswidrig. Bei Zweifeln hinsichtlich der Gesetzmäßigkeit werden Waren grundsätzlich abgewiesen. Sollte bei Lauritz.com ein Kulturgegenstand eingereicht werden, bei dem Zweifel bestehen können, inwieweit er legal ausgeführt worden ist, oder bei dem sich die Herkunft nicht mit ausreichender Sicherheit feststellen lässt, oder bei dem sogar direkt angegeben wird, dass er z. B. aus einem Kriegsgebiet stammt, lehnen wir den Verkauf ab.